# Chalcedon 451 und die Kirchenfamilien

*Eutyches, der heilige Dioskorus und die Gespräche der Gegenwart*

Lehrbuch · 5. Semester · [Thema 36: Ephesus und Chalcedon](https://dienerkursbooks.pages.dev/lehrbuch/T36.md) · Vortrag 2 · Lesedauer etwa 17 Minuten

Koptisch-Orthodoxe Diözese Österreichs und der Deutschschweiz · Ausgabe 15, Stand 21. Oktober 2026 · Webseite: [https://dienerkursbooks.pages.dev/lehrbuch/T36/V02](https://dienerkursbooks.pages.dev/lehrbuch/T36/V02.md)

## Lernziele

1.  Erklären, warum Dioskorus nicht wegen einer Irrlehre abgesetzt wurde.
2.  Aus koptischer Sicht begründen, warum die Kirche Chalcedon nicht annimmt.
3.  Die Ergebnisse der Gespräche (Wien 1971, Begegnung 1973, Erklärungen 1988 und 1989) sachlich beschreiben.

## Schlüsselbegriffe

Eutychianismus · Tomus Leos · Konzil von Chalcedon · miaphysitisch · orientalisch-orthodoxe Kirchen · chalcedonische Kirchen · Melkiten · Pro Oriente

## Bibelstellen

Hebr 2:14a; 1. Kor 2:8b; Apg 3:15a; Joh 17:21a; 1. Petr 3:15b–16a; Eph 4:15a

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In der Schule, im Religionsunterricht und in der Nachbarschaft begegnest du Christen vieler Kirchen. Dass wir mit den katholischen und den chalcedonisch-orthodoxen Christen, etwa den griechisch- und russisch-orthodoxen, nicht in voller Gemeinschaft stehen, geht auf das Konzil von Chalcedon im Jahr 451 zurück. Wie es dazu kam, warum der heilige Dioskorus dort abgesetzt wurde, warum unsere Kirche das Konzil nicht annimmt und was die Gespräche der Gegenwart erreicht haben, soll ein Diener erklären können – klar im Glauben und ohne Polemik, also ohne abwertende Streitworte.

## Nach Ephesus: der heilige Dioskorus

Die Einigung von 433 hatte den Frieden zwischen Alexandrien und Antiochien wiederhergestellt, aber nicht jede Spannung gelöst. Nach dem Tod des heiligen Kyrill brach der Streit um die Natur Christi von Neuem auf.[^1]

Kyrills Nachfolger wurde Dioskorus, der 25. Patriarch. Er stammte aus Alexandrien und war an der Theologischen Schule ausgebildet worden. Kyrill bewunderte seine Begabung und machte ihn zu seinem Sekretär. Das Synaxarium sagt: „Dieses Amt hielt den Heiligen nicht vom Studium und der Lektüre ab, sondern er forschte stets in den Schriften der Väter.“[^2] Im Jahr 444 bestieg er den Stuhl des heiligen Markus. In den ersten Jahren seiner Amtszeit herrschte Frieden in der Kirche.[^3]

![Der heilige Dioskorus, 25. Papst von Alexandrien, „Held der Orthodoxie“](https://dienerkursbooks.pages.dev/bilder/T36/T36-B3.jpg)

*Abb. 74 · Der heilige Dioskorus, 25. Papst von Alexandrien, „Held der Orthodoxie“*

## Eutyches: der entgegengesetzte Irrtum

In Konstantinopel lebte ein angesehener Mönch, Eutyches. Der Katechismus von Abuna Tadros Y. Malaty beschreibt ihn so: „Eutyches war Archimandrit und Abt eines Klosters in Konstantinopel, in dem ihm etwa dreihundert Mönche unterstanden.“[^4] Er hatte großen Einfluss bei den Mönchen, am Kaiserhof und im Volk.

Eutyches wollte Nestorius bekämpfen und fiel dabei in den entgegengesetzten Irrtum. Der Katechismus sagt: „Er verfiel dem Irrtum, zu behaupten, vor der Vereinigung habe es zwei Naturen gegeben, danach jedoch nur eine; denn die göttliche Natur habe die menschliche Natur aufgesogen, und diese habe aufgehört zu bestehen.“[^5] Papst Schenouda III. gebraucht dafür ein Bild: Die Menschennatur Christi sei nach Eutyches „aufgesaugt und aufgelöst worden von der göttlichen, so wie ein Tropfen Essig vom Ozean. Auf diese Weise leugnete er die menschliche Natur Christi“.[^6]

> **Begriff: Eutychianismus**
>
> Der **Eutychianismus** ist die Lehre des Eutyches, die menschliche Natur Christi sei nach der Einigung in der göttlichen aufgegangen. Damit wird die wahre Menschheit Christi geleugnet. Die koptische Kirche verwirft diese Lehre.

Wenn Christus nicht wirklich Mensch geblieben wäre, dann hätte er unsere Natur nicht geheilt. Die Schrift sagt: „Da nun die Kinder Menschen von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise Fleisch und Blut angenommen“ (Hebr 2:14a). Nestorius trennt, Eutyches vermischt. Der Glaube der Kirche hält beides fern: „ohne Vermischung, ohne Verwandlung“ gegen Eutyches, „ohne Teilung, ohne Trennung“ gegen Nestorius.

## Die Synoden von 448 und 449

### Konstantinopel 448

Im Jahr 448 wurde Eutyches auf einer Synode in Konstantinopel unter Flavian, dem Bischof von Konstantinopel, angeklagt und verurteilt.[^7] Eutyches wandte sich an den Kaiser und an die Bischöfe der großen Kirchen. Leo, der Bischof von Rom, „schrieb an Eutyches und lobte seinen Eifer im Kampf gegen den nestorianischen Dualismus. Gleichzeitig schrieb er an Flavian und bat ihn, Eutyches freundlich zu behandeln“.[^8] Leo änderte seine Haltung und sandte im Juni 449 ein Lehrschreiben nach Konstantinopel, den **Tomus Leos**.[^9]

> **Begriff: Tomus Leos**
>
> Der **Tomus Leos** ist das Lehrschreiben Leos, des Bischofs von Rom, aus dem Jahr 449. Er lehrt in Christus zwei Naturen nach der Einigung, jede mit ihrem eigenen Wirken. Die koptische Kirche hat ihn zurückgewiesen; das Konzil von Chalcedon hat ihn angenommen.

### Das zweite Konzil von Ephesus (449)

Kaiser Theodosius II. berief für August 449 eine Synode nach Ephesus. Er ernannte Dioskorus zum Vorsitzenden und Juvenal von Jerusalem und Thalassius von Cäsarea in Kappadokien zu Mitvorsitzenden.[^10] Auf dieser Synode bekannte Eutyches mündlich und schriftlich den Glauben der heiligen Athanasius und Kyrill und widerrief, was er zuvor behauptet hatte. Nach dem Synaxarium bekannte er, „dass in Christus Jesus eine Natur aus zwei Naturen ist“; darauf nahm ihn das Konzil wieder in seine Gemeinschaft auf.[^11] Gegen Flavian und einige Bischöfe, die von zwei Naturen nach der Einigung sprachen, entschied die Synode; sie wurden abgesetzt.[^12] Unter den Abgesetzten waren auch Theodoret von Cyrus und Ibas von Edessa, die gegen Kyrill geschrieben hatten.[^13] Flavian starb bald darauf; sein Tod weckte besonders in Konstantinopel Mitgefühl für die Sache Leos. Leo nahm das Urteil nicht an.[^14] Dioskorus hielt darauf eine Synode in Alexandrien und schloss Leo aus der Gemeinschaft aus.[^15]

Dioskorus hat also nicht die Irrlehre des Eutyches gebilligt. Die Synode nahm Eutyches auf, weil er sie widerrufen hatte. Als Eutyches später zu seinem Irrtum zurückkehrte, hat auch die koptische Kirche ihn ausgeschlossen: „Auch die koptische Kirche exkommunizierte ihn.“[^16]

## Das Konzil von Chalcedon (451)

### Der Weg nach Chalcedon

Im Jahr 450 starb Kaiser Theodosius II. Sein Nachfolger wurde Markian, der Pulcheria, die Schwester des verstorbenen Kaisers, geheiratet hatte.[^17] Leo schrieb dem neuen Kaiser, klagte über Dioskorus, der ihn ausgeschlossen hatte, und bat um ein Konzil. Markian berief zuerst eine Vorbesprechung in seinen Palast in Konstantinopel. Dort drängte man Dioskorus, dem Tomus Leos zuzustimmen. Nach dem Synaxarium antwortete er mutig: „Der Glaube der Väter darf weder vermehrt noch vermindert werden“; die Vereinigung der Gottheit mit der Menschheit sei „wie die Vereinigung von Feuer und Eisen“.[^18]

> **Beispiel**
>
> Nach der Überlieferung des Synaxariums wurde Dioskorus bei dieser Vorbesprechung geschlagen; man riss ihm zwei Zähne aus und raufte ihm Haare aus dem Bart. Er schwieg und sprach nur: „Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag.“ Die Zähne und die Haare sandte er seinem Volk nach Alexandrien mit einem Brief: „Dies ist der Ertrag meines Kampfes für den Glauben.“[^19] Ein Diener muss nicht so leiden wie Dioskorus. Aber auch ihn kann es etwas kosten, treu zum Glauben der Kirche zu stehen.

### Die Absetzung des Dioskorus

Im Jahr 451 versammelte sich auf Befehl Kaiser Markians das Konzil in der Stadt Chalcedon nahe Konstantinopel. Leo kam nicht selbst; er entsandte Vertreter.[^20] Nach dem Synaxarium wurde in der ersten Sitzung die Rechtmäßigkeit der Haltung des Dioskorus bestätigt; die Sitzung wurde vertagt, das Konzil sollte nach fünf Tagen wieder zusammentreten. „Aber nach drei Tagen wurde eine Sitzung abgehalten, an der die Stellvertreter des Bischofs von Rom und einige ihm ergebene Bischöfe teilnahmen. Sie hinderten Dioscorus an der Teilnahme, indem sie Wachen um seine Unterkunft postierten, und auch die Stellvertreter des Kaisers und die Richter nahmen nicht daran teil.“ In dieser Sitzung billigten sie den Glauben Leos an die zwei Naturen und schlossen Dioskorus in seiner Abwesenheit aus.[^21]

Warum wurde Dioskorus abgesetzt? Der Katechismus antwortet:

> „Tatsächlich wurde Dioskur nicht wegen irgendeiner theologischen Irrlehre verurteilt, sondern aufgrund der politischen Umstände, die dieses Konzil beherrschten.“[^22]

Malaty beruft sich dabei auf griechische Theologen. Professor P. Romanides sagt: „Dioskur galt den führenden Vätern des Konzils von Chalcedon, zu denen Anatolius von Konstantinopel gehörte, in seinem Glauben als durchaus rechtgläubig.“ Und Metropolit Methodios von Aksum schreibt: „Mehrmals im Verlauf des Konzils bekannte Patriarch Dioskur seinen Glauben. Er wurde nicht verurteilt, weil er der Irrlehre anhing, sondern weil er sich weigerte, mit Erzbischof Leo in Gemeinschaft zu treten, und weil er sich weigerte, zum Konzil zu kommen, obwohl er dreimal dazu eingeladen worden war.“[^23] An anderer Stelle berichtet der Katechismus von einem Priester, der die griechischen Akten des Konzils studiert hatte: Sie bezeugen, dass Dioskorus „nicht der Irrlehre beschuldigt wurde, sondern den Papst von Rom beleidigt hatte“.[^24]

Die Berichte über den Hergang unterscheiden sich in Einzelheiten. Die Zeugen, die der Katechismus anführt, stimmen darin überein, dass Dioskorus nicht wegen einer Irrlehre abgesetzt wurde. Formal stützte sich das Urteil auf die Beschlüsse der Synode von 449, die er geleitet hatte, auf den Ausschluss Leos und darauf, dass er nach dreimaliger Vorladung nicht erschien; nach der Überlieferung unserer Kirche hinderten ihn Wachen daran.[^25] Dahinter standen kirchenpolitische Interessen am Kaiserhof und zwischen den großen Bischofssitzen; nach Malaty wollten die Kaiser den Einfluss Alexandriens im Osten zugunsten Konstantinopels zurückdrängen.[^26] Sein Glaube war der Glaube des heiligen Kyrill.

> **Merksatz: Warum Dioskorus abgesetzt wurde**
>
> Der heilige Dioskorus wurde in Chalcedon nicht wegen einer Irrlehre abgesetzt. Formal warf man ihm vor, dass er Leo von Rom ausgeschlossen hatte und nach dreimaliger Vorladung nicht erschienen war; entscheidend waren die „politischen Umstände, die dieses Konzil beherrschten“ (Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4). Auch griechische Theologen bestätigen, dass sein Glaube rechtgläubig war.

### Verbannung und Tod

Dioskorus ließ sich den Beschluss des Konzils bringen, las ihn seinen Bischöfen vor und schrieb, weil er dem rechten Glauben widersprach, eigenhändig ein Wort der Verurteilung darauf.[^27] Der Kaiser verbannte ihn nach Gangra in Kleinasien. Dort lehrte er und heilte Kranke, bis er im Jahr 454 starb.[^28] Die Kirche gedenkt seiner am 7. Tut und gab ihm den Titel „Held der Orthodoxie“.[^29]

## Was Chalcedon lehrte und warum unsere Kirche es nicht annimmt

Das Konzil nahm den Tomus Leos an. Papst Schenouda III. fasst zusammen: „Doch das Konzil von Chalcedon nahm es an und bekräftigte damit die Lehre, dass zwei Naturen nach der Vereinigung in Christus waren; eine göttliche mit deren Wirkungen und eine menschliche mit ihren Bedürfnissen.“[^30] Die koptische Kirche hat diese Lehre zurückgewiesen. Dafür gibt es mehrere Gründe:[^31]

1.  **„In“ statt „aus“ zwei Naturen.** Ein erster Entwurf der Glaubensdefinition sprach von Christus „aus zwei Naturen“, wie der heilige Kyrill; die meisten Bischöfe stimmten ihm zu. Auf Drängen der Gesandten Roms wurde daraus „in zwei Naturen“.
2.  **Der Tomus Leos.** Das Konzil machte den Tomus Leos zu einer Grundlage seiner Lehre. Der Katechismus berichtet von chalcedonischen und westlichen Gelehrten, nach denen bestimmte Formulierungen im Tomus, „isoliert gelesen, als Hinwendung zum Nestorianismus verstanden werden könnten“.
3.  **Die zwölf Anathematismen.** Den dritten Brief Kyrills an Nestorius mit den zwölf Anathematismen ließ das Konzil beiseite.
4.  **Theodoret und Ibas.** Theodoret von Cyrus und Ibas von Edessa, die gegen Kyrill geschrieben hatten und 449 abgesetzt worden waren, wurden wieder anerkannt.
5.  **Die Absetzung des Dioskorus.** Für unsere Kirche ist Dioskorus der rechtmäßige Papst geblieben, der den Glauben Kyrills bekannte; sie ehrt ihn als „Held der Orthodoxie“. Sie erkennt drei ökumenische Konzile an: Nizäa, Konstantinopel und Ephesus.[^32]

Papst Schenouda III. erklärt, warum unsere Kirche bis heute nicht von zwei Naturen nach der Einigung spricht:

> **Aus der Lehre unserer Päpste**
>
> Der Heilige Kyrillus lehrte uns, nicht von zwei Naturen nach deren Vereinigung zu sprechen. … Tatsächlich schließt ja der Ausdruck „zwei Naturen“ in sich schon Isolation und Trennung ein. Obwohl die, die an „die zwei Naturen“ glauben, Einheit zugestehen, spürt man in ihrem Glaubensbekenntnis doch einen Rest von Trennung. Und das war auch auf dem Konzil von Chalcedon offenbar, was uns dazu brachte, es zurückzuweisen; das führte schließlich zur Verbannung des Heiligen Dioskorus von Alexandria.[^33]
>
> – Papst Schenouda III., *Die Natur Christi*, Kap. 1

Was Kyrill damit meinte, zeigt die Einigung von 433, die du aus dem ersten Vortrag kennst: Er nahm damals ein Bekenntnis an, das sagt: „Es hat nämlich eine Einigung der zwei Naturen stattgefunden“; Gottheit und Menschheit kamen unvermischt zusammen. Zugleich hielt er daran fest, dass man die Naturen unterscheiden, aber nach der Einigung nie in zwei trennen darf: „… Einer ist der Herr Jesus Christus, ohne daß der Unterschied der Naturen verkannt werden soll, welche in unaussprechlicher Einigung miteinander verbunden sind.“[^34] Die Erklärung von 1989 sagt dazu, die Naturen könnten „voneinander nur in der Betrachtung (theoria) unterschieden werden“.[^35] Unsere Kirche bleibt bei der Formel des heiligen Kyrill: Sie bekennt die eine Natur des fleischgewordenen Wortes Gottes aus zwei Naturen; diese Einheit besteht ohne Vermischung, ohne Verwandlung, ohne Teilung und ohne Trennung.

Warum ist das so wichtig? Die Rede von zwei Naturen nach der Einigung, jede mit eigenem Wirken, birgt die Gefahr, die Wunder und das Leiden zwei verschiedenen Personen zuzuschreiben. Der eine menschgewordene Logos wirkte die Wunder und litt im Fleisch; die Gottheit blieb leidensunfähig.[^36] Papst Schenouda III. sagt: „Es ist unserer Erlösung unmöglich, zwischen zwei Naturen zu unterscheiden.“[^37] Die Schrift spricht von dem einen Herrn: Die Machthaber dieser Welt haben „den Herrn der Herrlichkeit“ gekreuzigt (1. Kor 2:8b); „Den Urheber des Lebens habt ihr getötet“ (Apg 3:15a).

> **Merksatz: Chalcedon aus koptischer Sicht**
>
> Unsere Kirche nimmt Chalcedon nicht an: Es sprach von Christus „in zwei Naturen“ statt „aus zwei Naturen“, nahm den Tomus Leos an, ließ die zwölf Anathematismen Kyrills beiseite und erkannte Theodoret und Ibas wieder an. Der heilige Dioskorus wurde nicht wegen einer Irrlehre abgesetzt. Unsere Kirche bekennt mit dem heiligen Kyrill die eine Natur des fleischgewordenen Wortes Gottes aus zwei Naturen; diese Einheit besteht ohne Vermischung, ohne Verwandlung, ohne Teilung und ohne Trennung. Sie lehnt Eutyches ebenso ab wie Nestorius.

## Miaphysitisch, nicht eutychianisch

Nach 451 nannte man die Kopten „Monophysiten“, als glaubten sie an nur eine Natur und leugneten die andere.[^38] Das ist ein Missverständnis. Der Katechismus stellt klar:

> „In Christus gibt es eine Natur aus zwei Naturen – ohne Vermischung, ohne Verwirrung und ohne Veränderung. Das ist die Natur des Wortes, das Mensch geworden ist.“[^39]

Dieselbe Antwort des Katechismus weist die Lehre des Nestorius von zwei Personen ebenso zurück wie die Lehre des Eutyches, die Menschheit Christi sei von der Gottheit verschlungen worden.[^40] Unsere Kirche ist **miaphysitisch**, nicht „monophysitisch“: Sie lehnt die Lehre des Eutyches von einer einzigen, verschmolzenen Natur ab. „Eine Natur“ (*mia physis*) meint bei Kyrill die eine geeinte Natur aus vollkommener Gottheit und vollkommener Menschheit, nicht „nur eine Natur“. Papst Tawadros II. sagt: „Die authentische kyrillische Formel bezeichnet eine harmonische (geeinte) Natur und nicht eine numerische.“[^41] Der Eutychianismus ist, so der Katechismus, eine Irrlehre, „die ihr völlig fremd ist und der sie in ihren Liturgien und Lobgesängen entschieden widerspricht“.[^42]

> **Begriff: miaphysitisch**
>
> **Miaphysitisch** (von griechisch *mia physis*, „eine Natur“) heißt der Glaube der **orientalisch-orthodoxen Kirchen**, die mit dem heiligen Kyrill die eine Natur des fleischgewordenen Wortes Gottes aus zwei Naturen bekennen; diese Einheit besteht ohne Vermischung, ohne Verwandlung, ohne Teilung und ohne Trennung.

## Die Kirchenfamilien nach 451

Seit Chalcedon gehen zwei Familien von Kirchen getrennte Wege. Papst Schenouda III. nennt die Kirchen, die unseren Glauben teilen: „die syrischen, armenischen, äthiopischen und indischen Kirchen, die auch als nicht-chalcedonesisch orthodoxe Kirchen gelten.“ Auf der anderen Seite stehen die **chalcedonischen Kirchen**, „die römisch-katholische und die griechische (orthodoxe) Kirchen“; zu den chalcedonisch-orthodoxen Kirchen gehören „u. a. die von Konstantinopel, Griechenland, Zypern, Russland, Rumänien, Bulgarien und Serbien“.[^43] Heute nennen wir unsere Kirchenfamilie die **orientalisch-orthodoxen Kirchen**; zu ihr gehört auch die eritreische Kirche, deren ersten Patriarchen Papst Schenouda III. 1998 weihte.[^44]

| Kirchenfamilie | Kirchen (Beispiele) | Verhältnis zu Chalcedon |
|----|----|----|
| orientalisch-orthodox | koptisch, syrisch, armenisch, äthiopisch, eritreisch, indisch | nehmen Chalcedon nicht an; drei ökumenische Konzile |
| chalcedonisch-orthodox | Konstantinopel, Griechenland, Zypern, Russland, Rumänien, Bulgarien, Serbien | nehmen Chalcedon an |
| römisch-katholisch | Rom | nimmt Chalcedon an |

Tabelle 98 · Die Kirchenfamilien nach Chalcedon (nach *Die Natur Christi*, Kap. 1, und dem Synaxarium)

Für die Kirche Ägyptens begann eine schwere Zeit. Die Kaiser setzten in Alexandrien Patriarchen ein, die Chalcedon annahmen und denen weltliche Macht gegeben wurde; nach diesen vom Kaiser eingesetzten Patriarchen nannte man ihre Anhänger **Melkiten**.[^45] Die koptische und die syrische Kirche wurden verfolgt, besonders bis zur Eroberung Ägyptens und Syriens durch die Araber um 641.[^46] Das Volk hielt an seinem Glauben fest.

Später trennten sich auch die chalcedonischen Kirchen: Im Jahr 1054 schieden sich die byzantinischen Kirchen des Ostens und die westliche katholische Kirche „wegen der Hinzufügung des Satzes ‚und der Sohn‘ zum Glaubensbekenntnis“; im 16. Jahrhundert entstand der Protestantismus.[^47] Davon handelt [Thema 45](https://dienerkursbooks.pages.dev/lehrbuch/T45.md) („Die Kirchen und die Ökumene“).

![Die Kirchenfamilien nach 451 und 1054](https://dienerkursbooks.pages.dev/bilder/T36/T36-B4.jpg)

*Abb. 75 · Die Kirchenfamilien nach 451 und 1054*

## Die Gespräche der Gegenwart

Im 20. Jahrhundert begannen die getrennten Kirchen, wieder miteinander zu sprechen. Der Katechismus berichtet: „Alle Beteiligten erkannten, dass wir nicht – wie sie gedacht hatten – Eutychianer sind; das heißt, dass wir nicht lehren, seine menschliche Natur sei in seiner göttlichen Natur ausgelöscht worden.“[^48]

- **Wien 1971.** **Pro Oriente**, eine Stiftung für das Gespräch mit den Kirchen des Ostens, lud im September 1971 Theologen der katholischen Kirche und der koptischen, syrischen, armenischen, äthiopischen und indischen Kirche nach Wien ein. „Sie erzielten Übereinstimmung in Bezug auf die Christologie“, also in der Lehre von Christus.[^49] Papst Schenouda III., damals noch Bischof für das Bildungswesen, nahm selbst teil; Gegenstand der Diskussion war die Formel des heiligen Kyrill.[^50]
- **Rom 1973.** Im Mai 1973 begegneten sich Papst Paul VI. und Papst Schenouda III. im Vatikan – „das erste Treffen unserer beiden Kirchen nach etwa 15 Jahrhunderten“. Sie fanden sich „in vielen Fragen des Glaubens“ in Übereinstimmung, und eine gemischte Kommission wurde für die weiteren Fragen gebildet.[^51] Die beiden Päpste unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung.
- **Anba Bischoy 1988.** Am 12. Februar 1988 unterzeichneten Vertreter der katholischen und der koptisch-orthodoxen Kirche im Kloster des heiligen Anba Bischoy eine gemeinsame Formel über Christus, die die Heilige Synode unserer Kirche, die Versammlung ihrer Bischöfe, schon 1986 gebilligt hatte:[^52]

> „Wir glauben, dass unser Herr, Gott und Erlöser Jesus Christus, das fleischgewordene Wort, vollkommen ist in SEINER Gottheit und vollkommen ist in SEINEM Menschsein. ER machte SEIN Menschsein eins mit SEINER Gottheit ohne Vermischung, Vermengung oder Verwechslung. SEINE Gottheit war von SEINEM Menschsein nicht getrennt, nicht für einen Augenblick oder das Blinzeln eines Auges. Gleichzeitig belegen wir die Lehren von Nestorius und Eutyches mit dem Bann.“[^53]

- **Anba Bischoy 1989.** Im Juni 1989 trafen sich im selben Kloster Vertreter der chalcedonisch-orthodoxen und der orientalisch-orthodoxen Kirchen. Ihre gemeinsame Erklärung sagt: „In unseren Beratungen haben wir eine gemeinsame Grundlage in der Formel unseres gemeinsamen Vaters, des Heiligen Kyrillus von Alexandria gefunden“. Beide Seiten „stimmen in der Verdammung der Irrlehren des Nestorius und Eutyches überein“ und bekennen die vier Worte „ohne Vermischung (oder Verwechslung) …, ohne Ändern …, ohne Trennung … und ohne Teilung“. Über die verschiedene Sprache heißt es: „Diejenigen unter uns, die von zwei Naturen in Christus sprechen, leugnen damit nicht ihre untrennbare Einheit; diejenigen unter uns, die von der einen vereinten göttlich-menschlichen Natur sprechen leugnen damit nicht die andauernde, dynamische Präsenz der göttlichen und der menschlichen Natur in Christus ohne Trennung oder Verwechslung.“[^54]

Was bedeuten diese Ergebnisse? Die Gespräche haben gezeigt, dass viel Misstrauen auf einem Missverständnis der Worte beruhte: Beide Seiten verwerfen Nestorius und Eutyches. Das heißt aber nicht, dass Chalcedon nur ein Streit um Worte war. Unsere Kirche bleibt bei der Formel des heiligen Kyrill und nimmt Chalcedon und den Tomus Leos weiterhin nicht an; die volle Gemeinschaft ist noch nicht erreicht. Papst Tawadros II. erinnert daran, „dass die Einheit der Kirchen im Glauben, in der Lehre und in der Unterweisung bestehen sollte, bevor sie äußerlich verwirklicht wird“.[^55] Die Dialogtexte sind gemeinsame Dokumente der Kirchen, keine Lehrschriften eines einzelnen Papstes.

## Für den Dienst

- **Sachlich über andere Kirchen sprechen.** Die Schrift sagt: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt; aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig“ (1. Petr 3:15b–16a). Nenne katholische oder chalcedonisch-orthodoxe Christen nicht „Nestorianer“. Sag, was unsere Kirche glaubt und warum, ohne über andere zu urteilen.
- **Den Vorwurf „Monophysiten“ ruhig beantworten.** Wenn Jugendliche in der Schule oder Erwachsene im Beruf hören, die Kopten seien „monophysitisch“, sollen sie antworten können: Wir glauben an Christus, wahren Gott und wahren Menschen; auch wir verwerfen Eutyches. Der Merksatz „Chalcedon aus koptischer Sicht“ hilft.
- **Der Weg der Wahrheit in Liebe.** „Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten“ (Eph 4:15a). Dioskorus hat nichts vom Glauben der Väter preisgegeben; die Gespräche der Gegenwart suchen die Einheit in der Wahrheit.
- **Um die Einheit beten.** Ermutige Jugendliche, mit ihren Freunden ruhig über den Glauben zu sprechen, und bete mit den Kindern um die Einheit der Kirche: „Alle sollen eins sein“ (Joh 17:21a).

## Das Wichtigste in Kürze

- Eutyches, ein Abt in Konstantinopel, lehrte, die menschliche Natur Christi sei in der göttlichen aufgegangen „wie ein Tropfen Essig“ im Ozean; auch die koptische Kirche hat ihn ausgeschlossen.
- Eine Synode in Konstantinopel unter Flavian verurteilte Eutyches 448; die Synode von Ephesus 449 unter dem Vorsitz des Dioskorus nahm ihn nach seinem Widerruf wieder auf.
- Der Tomus Leos von Rom lehrt zwei Naturen nach der Einigung; das Konzil von Chalcedon 451, zu dem Leo Vertreter entsandt hatte, nahm ihn an.
- Dioskorus wurde in Chalcedon nicht wegen einer Irrlehre abgesetzt. Formal warf man ihm den Ausschluss Leos und sein Fernbleiben nach dreimaliger Vorladung vor; entscheidend waren die „politischen Umstände, die dieses Konzil beherrschten“ (Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4). Er starb in der Verbannung und heißt „Held der Orthodoxie“.
- Unsere Kirche nimmt Chalcedon nicht an: Es sprach „in zwei Naturen“ statt „aus zwei Naturen“, nahm den Tomus Leos an, ließ die zwölf Anathematismen Kyrills beiseite und erkannte Theodoret und Ibas wieder an. Weil der Ausdruck „zwei Naturen“ nach der Einigung „Isolation und Trennung“ einschließt (*Die Natur Christi*, Kap. 1), spricht unsere Kirche so nicht; sie bleibt bei der Formel des heiligen Kyrill.
- Sie ist miaphysitisch, nicht „monophysitisch“: Sie verwirft Nestorius und Eutyches.
- Seit 451 gibt es die orientalisch-orthodoxen und die chalcedonischen Kirchen; diese trennten sich 1054 in chalcedonisch-orthodoxe und römisch-katholische Kirche.
- Wien 1971 (Pro Oriente), die Begegnung von 1973, die Christologieformel von 1988 und die Erklärung von 1989 zeigen: Beide Kirchenfamilien verwerfen Nestorius und Eutyches; die Erklärung von 1989 findet die gemeinsame Grundlage in der Formel des heiligen Kyrill.

## Zum Weiterlesen

- Papst Schenouda III.: *Die Natur Christi*, Kap. 2, Kap. 6 und die Dokumente in Kap. 12 und 14.
- Abuna Tadros Y. Malaty: *Katechismus der Koptisch-Orthodoxen Kirche*, Bd. 1, Fr. 4 und Fr. 122.
- Synaxarium: 7. Tut, Der heilige Dioskorus (S. 17–19).
- Papst Tawadros II.: *Mein Glaube*, Fr. 78 und Fr. 137–138.

## Anmerkungen

[^1]: Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Introduction to the Coptic Orthodox Church, Kap. 3, Abschnitt „Events Precedent to the Council of Chalcedon“.

[^2]: Synaxarium, 7. Tut, Die Entschlafung des Papstes Dioscorus, des 25. Patriarchen des Markusstuhles, S. 17.

[^3]: Vgl. ebd.

[^4]: Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4. Ein Archimandrit ist der Vorsteher eines großen Klosters.

[^5]: Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4.

[^6]: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 2.4.

[^7]: Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Introduction to the Coptic Orthodox Church, Kap. 3, Abschnitt „Events Precedent to the Council of Chalcedon“.

[^8]: Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4. „Dualismus“ meint hier die Trennung Christi in zwei Personen.

[^9]: Vgl. ebd.

[^10]: Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4; Synaxarium, 7. Tut, S. 17.

[^11]: Synaxarium, 7. Tut, S. 17.

[^12]: Vgl. ebd.; Abuna Tadros Y. Malaty, Introduction to the Coptic Orthodox Church, Kap. 3, Abschnitt „Events Precedent to the Council of Chalcedon“.

[^13]: Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Introduction to the Coptic Orthodox Church, Kap. 3, Abschnitt „Events Precedent to the Council of Chalcedon“.

[^14]: Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Introduction to the Coptic Orthodox Church, Kap. 3, Abschnitt „The Minutes of the Council of Chalcedon“.

[^15]: Vgl. Synaxarium, 7. Tut, S. 17–18.

[^16]: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 2.4.

[^17]: Vgl. Synaxarium, 7. Tut, S. 18.

[^18]: Synaxarium, 7. Tut, S. 18.

[^19]: Synaxarium, 7. Tut, S. 18.

[^20]: Vgl. Synaxarium, 7. Tut, S. 18.

[^21]: Synaxarium, 7. Tut, S. 18.

[^22]: Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4.

[^23]: Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4.

[^24]: Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4.

[^25]: Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Introduction to the Coptic Orthodox Church, Kap. 3, Abschnitt „The Minutes of the Council of Chalcedon“; Synaxarium, 7. Tut, S. 18.

[^26]: Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Introduction to the Coptic Orthodox Church, Kap. 3, Abschnitt „The Minutes of the Council of Chalcedon“.

[^27]: Vgl. Synaxarium, 7. Tut, S. 18–19.

[^28]: Vgl. Synaxarium, 7. Tut, S. 19.

[^29]: Synaxarium, 7. Tut, S. 19.

[^30]: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 2.

[^31]: Vgl. Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 2; Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4; Abuna Tadros Y. Malaty, Introduction to the Coptic Orthodox Church, Kap. 3 und 4.

[^32]: Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4; Synaxarium, 7. Tut, S. 19.

[^33]: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 1.

[^34]: Kyrill von Alexandrien, Friedensbrief an Johannes von Antiochien, S. 102–103, 105.

[^35]: Übereinstimmende Erklärung von 1989, abgedruckt in: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 14.

[^36]: Vgl. Kyrill von Alexandrien, Zweiter Brief an Nestorius, S. 84.

[^37]: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 6.

[^38]: Vgl. Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 1.

[^39]: Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 122.

[^40]: Vgl. ebd.

[^41]: Papst Tawadros II., Mein Glaube, Fr. 78. „Kyrillisch“ heißt hier: vom heiligen Kyrill stammend; „numerisch“: der Zahl nach.

[^42]: Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 3.

[^43]: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 1.

[^44]: Vgl. Synaxarium, 8. Baramhat, Die Entschlafung von Papst Schenuda III., S. 334.

[^45]: Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4.

[^46]: Vgl. Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 1.

[^47]: Papst Tawadros II., Mein Glaube, Fr. 138.

[^48]: Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 4.

[^49]: Schlussprotokoll der Dialoge zwischen der Katholischen und der Koptisch-Orthodoxen Kirche vom 12. Februar 1988, abgedruckt in: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 12.

[^50]: Vgl. Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 1; Synaxarium, 8. Baramhat, Die Entschlafung von Papst Schenuda III., S. 333.

[^51]: Schlussprotokoll vom 12. Februar 1988, abgedruckt in: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 12.

[^52]: Vgl. Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 12.

[^53]: Gemeinsame Christologieformel vom 12. Februar 1988, abgedruckt in: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 12.

[^54]: Übereinstimmende Erklärung der Vereinigten Kommission zum theologischen Dialog zwischen der Orthodoxen Kirche und den Orientalischen Orthodoxen Kirchen, Kloster Anba Bischoi, Juni 1989, abgedruckt in: Papst Schenouda III., Die Natur Christi, Kap. 14.

[^55]: Papst Tawadros II., Mein Glaube, Fr. 137.
