Zum Inhalt springen

Anhang A01

Glossar

Inhalt

Hier kannst du die Fachbegriffe nachschlagen, die in den Kapiteln dieses Buches beim ersten Vorkommen fett gedruckt sind, dazu einige Begriffe aus den Anhängen. Die Angabe in Klammern nennt das Kapitel, in dem der Begriff erklärt wird. Umlaute sind wie die einfachen Buchstaben eingeordnet (ö wie o, ü wie u).

A

Absolution
In der Beichte das Gebet, in dem der Priester Gott um die Vergebung der Sünden des Beichtenden bittet. Gott spricht frei durch den Mund des Priesters. In der Agpeya heißt auch ein Gebet am Ende einer Gebetszeit „Absolution“ (siehe Anhang „Gebetszeiten“). (Kap. 7)
Absolutionsgebet
Siehe Absolution.
Abuna
Anrede des Priesters („unser Vater“), ohne Artikel vor dem Namen, etwa „Abuna Markus“. (Kap. 9)
Agpeya
Das Stundengebetbuch der Kirche mit den sieben Gebetszeiten des Tages und der Nacht und dem Schleiergebet der Mönche; jede Gebetszeit enthält Psalmen, einen Abschnitt aus dem Evangelium und Gebete. (Kap. 8, 9; Anhang „Gebetszeiten“)
allzeit Jungfrau
Die heilige Jungfrau Maria empfing das Wort Gottes in ihrem Schoß und blieb dabei für immer Jungfrau. (Kap. 3)
Altar
Der Tisch im Heiligtum, auf dem die Eucharistie dargebracht wird. (Kap. 9)
Altes Testament
Der erste Teil der Bibel mit sechsundvierzig Büchern. Das Wort „Testament“ ist eine alte Übersetzung für „Bund“. (Kap. 2)
Anagnostis (Leser)
Die zweite der fünf Diakonatsstufen, eine vorbereitende Dienststufe. (Kap. 9)
Anamnese
Teil der Anaphora: das Gedächtnis des Todes, der Auferstehung, der Himmelfahrt und der Wiederkunft Christi. (Kap. 8)
Anaphora
Das große Hochgebet der Göttlichen Liturgie („Emporheben“) mit den Einsetzungsworten, der Anamnese, der Epiklese und den Fürbitten. (Kap. 8)
Anathematismen
Feierliche Verurteilungen einer Irrlehre; der heilige Kyrill fügte seinem dritten Brief an Nestorius zwölf Anathematismen an. (Kap. 6)
Anba
Titel der Bischöfe und großer Heiliger, ohne Artikel vor dem Namen: „Anba Gabriel“, „der heilige Anba Antonius“. (Kap. 9)
Anbetung
Die Hingabe, die allein Gott gebührt. Den Heiligen und den Ikonen erweisen wir Verehrung, keine Anbetung. (Kap. 4, 9)
Apostel
Die zwölf, die der Herr aus seinen Jüngern auswählte (vgl. Lk 6:13); an die Stelle des Judas trat Matthias. Auch Paulus ist Apostel. Im weiteren Sinn zählt die Kirche auch die Jünger, die der Herr zu zweit vor sich her aussandte (vgl. Lk 10:1), zu den Aposteln; zu ihnen gehört nach der Überlieferung der heilige Markus. Jünger heißen alle, die dem Herrn nachfolgen. (Kap. 3)
Apostelgeschichte
Das Buch über die Herabkunft des Heiligen Geistes und die Ausbreitung der Kirche; aus ihm wird in der Göttlichen Liturgie die Praxis gelesen. (Kap. 2, 8)
apostolisch
Kennzeichen der Kirche im Glaubensbekenntnis: Sie ist auf den Glauben und die Lehre der Apostel gebaut. (Kap. 4)
apostolische Sukzession
Die ununterbrochene Weitergabe des apostolischen Amtes und der apostolischen Lehre durch die Handauflegung, von den Aposteln bis heute. (Kap. 9)
Apsis
Die halbrunde Nische in der Ostwand des Heiligtums, „Schoß des Vaters“ genannt; dort ist Christus als Pantokrator dargestellt. (Kap. 4)
Auferstehung der Toten
Am großen Tag des Herrn werden alle Toten leiblich auferstehen und vor dem Gericht stehen. Die Gerechten haben mit Leib und Seele an der Herrlichkeit teil. (Kap. 4)

B

Basilius-Liturgie
Die am häufigsten gefeierte der drei Liturgien; nach dem Synaxarium hat sie der heilige Basilius der Große verfasst. (Kap. 8)
Beichte
Das Bekenntnis der Sünden vor Gott in Gegenwart des Priesters; kein bloßer Bericht, sondern ein Zeichen der Umkehr. (Kap. 7)
Beichtgeheimnis
Was in der Beichte gesagt wird, bleibt geheim; es schützt das Vertrauen, ohne das niemand ehrlich beichten könnte. (Kap. 7)
Beichtvater
Der Priester, bei dem du regelmäßig beichtest; er hört nicht nur zu, sondern führt, lehrt und begleitet dich auf dem geistlichen Weg. (Kap. 7)
Bekenntnis (vor der Kommunion)
Das Bekenntnis, das der Priester vor der Kommunion spricht: Dies ist der lebensspendende Leib des eingeborenen Sohnes, den er von der Gottesgebärerin angenommen und eins gemacht hat mit seiner Gottheit „ohne Vermischung, ohne Verquickung und ohne Veränderung“.1 (Kap. 8)
Bischof
Eine der drei Weihestufen: Nachfolger der Apostel und Hirte einer Diözese; er weiht Priester und Diakone. (Kap. 9)
Brotteilungsgebet
Das Gebet, das der Priester beim Brechen des Leibes des Herrn spricht; es wechselt nach dem Kirchenjahr. (Kap. 8)
Bruder des Herrn
So nennt Paulus Jakobus, den Leiter der Kirche von Jerusalem (Gal 1:19); „Bruder“ meint hier einen nahen Verwandten. (Kap. 3)
Bund
Gott schloss mit Noach, Abraham, Israel am Sinai und David einen Bund; Noach, Abraham und Israel gab er dazu ein Zeichen. In Christus schloss er den Neuen Bund (vgl. Lk 22:20). (Kap. 2)
Buße
Siehe Umkehr.

C

Chalcedon
Das Konzil von 451, das zwei Naturen Christi nach der Einigung (siehe Einigung) lehrte und Papst Dioskorus absetzte, nicht wegen einer Irrlehre. Die koptische Kirche nimmt es nicht an. (Kap. 1, 6)

D

Darbringung des Lammes
Der erste Teil der Göttlichen Liturgie: Der Priester wählt aus den dargebrachten Broten das Lamm aus. (Kap. 8)
deuterokanonische Bücher
Bücher des Alten Testaments, die die Kirche mit der Septuaginta empfangen hat. Die deuterokanonischen Schriften umfassen die sieben Bücher Tobit, Judit, Weisheit Salomos, Jesus Sirach, Baruch sowie 1. und 2. Makkabäer und außerdem die Zusätze zu den Büchern Ester und Daniel. Zum Buch der Psalmen gehört in unserer Kirche zudem Psalm 151. Sie sind Wort Gottes wie alle Bücher der Bibel. (Kap. 2)
Diakon
Eine der drei Weihestufen: Er dient am Altar und in der Gemeinde und hilft dem Priester. Unter den Diakonatsstufen ist er die vierte. (Kap. 8, 9)
Diakonatsstufen
Die fünf Stufen des Diakonats: Epsaltos (Sänger), Anagnostis (Leser), Hypodiakon (Subdiakon), Diakon und Archidiakon (Erzdiakon). Die ersten drei sind vorbereitende Dienststufen; voller Diakon ist erst die vierte Stufe. (Kap. 9)
Diaspora
Die Gemeinden einer Kirche außerhalb ihres Ursprungslandes; für die koptische Kirche die Gemeinden außerhalb Ägyptens, auch die in Europa. (Kap. 1)
Diener, Dienerin
Wer Kinder und Jugendliche in der Sonntagsschule und in der Jugendarbeit geistlich begleitet und im Glauben unterweist. Im weiteren Sinn ist jeder, der in die Kirche kommt, ein Diener. (Kap. 10)
Dienst
Der Diener arbeitet in der Kirche und wird von ihr gesandt. Sein Dienst beginnt mit Jüngerschaft und ist mehr als Wissensvermittlung. (Kap. 10)
Diözese
Das Gebiet, das ein Bischof als Hirte leitet. (Kap. 1, 9)
Doxologie (Mehrzahl Doxologien)
Ein Lobpreis-Hymnus der Psalmodie, etwa im Mitternachtslobpreis. (Kap. 9)

E

Ebenbild (Bild Gottes)
Der Mensch ist nach Gottes Bild geschaffen, mit Vernunft und freiem Willen, zur Gemeinschaft mit Gott. Das Bild Gottes ist durch den Fall entstellt; Christus, das Bild des Vaters, hat es erneuert. (Kap. 5)
Eftekad
Siehe Hausbesuch.
Einheitsübersetzung
Die deutsche Bibelübersetzung von 1980, die gemeinsame Bibel des Dienerkurses und dieses Buches. (Kap. 2)
Einigung
In der Lehre über Christus die Vereinigung von Gottheit und Menschheit in der Menschwerdung, im Schoß der Jungfrau Maria. „Nach der Einigung“ heißt also: nach der Menschwerdung. Nach der Einigung bekennt die Kirche die eine Natur des fleischgewordenen Wortes Gottes. (Kap. 1, 6)
Einleitung zum Glaubensbekenntnis
Lobpreis der Gottesgebärerin, den die Kirche vor dem Glaubensbekenntnis singt; er beginnt: „Wir rühmen dich, du Mutter des wahren Lichts“.2 (Kap. 4)
Einsetzungsworte
Die Worte des Herrn beim letzten Abendmahl über Brot und Kelch; der Priester spricht sie in der Anaphora. (Kap. 8)
Emporhebung des Abend- und Morgenweihrauchs
Die Gebetsgottesdienste am Vorabend und am Morgen vor der Göttlichen Liturgie (Abend- und Morgenweihrauch); sie sind kein Sakrament. (Kap. 7, 8)
Epiklese
Teil der Anaphora: Der Priester ruft den Heiligen Geist auf Brot und Wein herab, damit sie wahrhaft Leib und Blut Christi werden. (Kap. 8)
Epsaltos (Sänger)
Die erste der fünf Diakonatsstufen, eine vorbereitende Dienststufe; der Epsaltos singt im Diakonenchor die Hymnen und Antworten. (Kap. 9)
Erbsünde
Die ganze Menschheit hat von Adam die Erbsünde geerbt: die Trennung von Gott, die Verderbnis der Natur und die Verurteilung zum Tod. Die Sünde Adams ist für uns nicht eine von uns begangene (tatsächliche) Sünde; wir tragen aber ihre Folgen. In der Taufe werden wir von der Erbsünde befreit und neu geboren. (Kap. 5)
Erlösung
Das Heilshandeln Gottes in Christus, durch das der Mensch von Sünde, Tod und Verderbnis befreit, geheilt und erneuert wird. (Kap. 5)
Erzdiakon
Die fünfte der Diakonatsstufen (Archidiakon), der Vorsteher der Diakone. (Kap. 1, 9)
Erzpriester
Siehe Hegumenos.
Erzväter
Abraham, Isaak und Jakob, die Stammväter des Volkes Israel; die Kirche nennt sie „unsere heiligen Väter“ und gedenkt ihrer am 28. Misra. (Kap. 3)
Eucharistie
„Eucharistie“ bedeutet „Danksagung“. Es ist das Sakrament, in dem wir den wahren Leib und das wahre Blut Christi empfangen; den Empfang nennt man heilige Kommunion. (Kap. 7, 8)
Eulogie
Das gesegnete Brot (Eulogion), das der Priester am Ende der Göttlichen Liturgie unter den Gläubigen verteilt.3 (Kap. 8)
Evangelium
Die vier Evangelien berichten von Leben, Lehre, Tod und Auferstehung Christi. In der Liturgie heißt die Lesung aus ihnen Evangelium; die Gemeinde hört sie stehend. (Kap. 2, 8)

F

Fasten
An Fasttagen eine Zeit lang ganz auf Speisen und Getränke verzichten (Enthaltsamkeitszeit) und danach pflanzlich essen: kein Fleisch, keine Milchprodukte, keine Eier. In manchen Fastenzeiten ist Fisch erlaubt. Davon zu unterscheiden ist die eucharistische Nüchternheit vor der Kommunion. Fasten gehört mit Gebet, Umkehr und Werken der Liebe zusammen. (Kap. 9)
Feste der Gottesgebärerin
Die Feste der heiligen Jungfrau Maria, etwa ihr Entschlafen (21. Tubeh) und die Aufnahme ihres Leibes in den Himmel (16. Misra). (Kap. 3, 9; Anhang „Feste und Fasten“)
Formel des heiligen Kyrill
„Eine Natur des fleischgewordenen Wortes Gottes“, aus zwei Naturen: So bekennt der heilige Kyrill die Einheit von Gottheit und Menschheit in Christus. Die Formel stammt von ihm, nicht vom Konzil von Ephesus. Die Kirche bekennt dazu, dass diese Einheit ohne Vermischung, ohne Verwandlung, ohne Teilung und ohne Trennung besteht (siehe Schutzformeln). (Kap. 1, 6)
Friedenskuss
Der Kuss nach dem Versöhnungsgebet, mit dem alle zeigen, dass sie versöhnt eine Familie sein wollen. (Kap. 8)

G

Gebet der Lampe (Kandil)
Name des Ritus der Krankensalbung, nach der Lampe, die dabei brennt. (Kap. 7)
geistliche Regel
Ein persönlicher Plan für Gebet, Lesung, Fasten und Dienst, den du mit deinem Beichtvater besprichst. (Kap. 10)
Generalbischof
Ein Bischof; die Bezeichnung benennt keine eigene Weihestufe. (Kap. 9)
Geschichtsbücher
Die sechzehn Bücher des Alten Testaments von Josua bis zum zweiten Makkabäerbuch. (Kap. 2; Anhang „Die Bücher der Bibel“)
Gewissenserforschung
Die ehrliche Prüfung des eigenen Lebens in Ruhe und im Gebet vor der Beichte. (Kap. 7)
gezeugt, nicht geschaffen
Aussage des Glaubensbekenntnisses: Der Sohn ist kein Geschöpf, sondern selbst der Schöpfer, aus dem Vater geboren vor aller Zeit. (Kap. 4)
Glaubensbekenntnis
Die verbindliche Zusammenfassung des Glaubens der Kirche, formuliert in Nizäa (325) und vollendet in Konstantinopel (381); darum auch Nizäno-Konstantinopolitanum, griechisch Symbolon. (Kap. 4)
Gnade
Gottes freies, unverdientes Geschenk und sein Wirken in uns; aus Gnade sind wir gerettet (vgl. Eph 2:8), und wir wirken mit der Gnade mit. (Kap. 5)
Gnadengaben
Die verschiedenen Gaben des einen Geistes (vgl. 1. Kor 12:4⁠–⁠5); jeder dient mit der Gabe, die er empfangen hat. (Kap. 10)
Gottesgebärerin (Theotokos)
Titel der heiligen Jungfrau Maria, den das Konzil von Ephesus (431) bekannte: Sie hat den ewigen Sohn Gottes geboren, der Mensch geworden ist. Der Titel bedeutet nicht, dass sie die Gottheit hervorgebracht hätte. (Kap. 1, 3, 6)
Gotteskindschaft und Teilhabe am göttlichen Leben aus Gnade
Durch Christus und im Heiligen Geist werden wir aus Gnade Kinder Gottes und erhalten Anteil an seinem Leben (vgl. 2. Petr 1:4) – niemals an seinem Wesen. Gott bleibt Gott, und der Mensch bleibt Geschöpf; Christus ist Sohn Gottes von Natur, wir sind Kinder Gottes aus Gnade. (Kap. 5)
Göttliche Liturgie
Der eucharistische Gottesdienst: Die Gemeinde hört das Wort Gottes, die Kirche bringt das unblutige Opfer dar, die Gläubigen empfangen die heilige Kommunion. (Kap. 8)
Gregorius-Liturgie
Eine der drei Liturgien, oft an Festtagen gefeiert; ihre Gebete richten sich an den Sohn. (Kap. 8)

H

Hades
Die Unterwelt. Vor der Erlösung war der Hades der Warteort aller Entschlafenen; Christus stieg hinab und befreite die Gerechten seit Adam. Seitdem gehen die Gerechten in das Paradies der Freude (vgl. Lk 23:43), und der Hades ist der Warteort der von Gott Getrennten bis zum Gericht; die Hölle (Gehenna) folgt nach dem Gericht (vgl. Offb 20:13⁠–⁠14). (Kap. 5)
Hausbesuch (Eftekad)
Der Besuch des Dieners bei einem Kind und seiner Familie, nach Absprache mit Abuna und den Eltern. (Kap. 10)
Hegumenos (Erzpriester)
Ein Priester mit einem Ehrenrang, den der Bischof verleiht; er wird nicht ein zweites Mal zum Priester geweiht. (Kap. 9)
Heilige Fünfzig Tage
Die Zeit vom Auferstehungsfest bis Pfingsten, eine Zeit der Freude ohne Fasten. (Kap. 9)
heilige Kommunion
Der Empfang des Leibes und des Blutes Christi in der Göttlichen Liturgie. Du bereitest dich darauf durch Umkehr und Beichte, Versöhnung und Fasten vor. (Kap. 7, 8)
Heilige Schrift
Die Bibel, das Wort Gottes, mit dreiundsiebzig Büchern; in ihr spricht Gott durch die Propheten und durch seinen Sohn (vgl. Hebr 1:1⁠–⁠2). (Kap. 2)
Heilige Synode
Die Versammlung der Bischöfe unter dem Vorsitz des Papstes; sie entscheidet über Lehre, Ritus und Ordnung der ganzen Kirche. (Kap. 1, 9)
Heiligtum
Der Altarraum im Osten der Kirche mit dem Altar; er stellt den Himmel dar. (Kap. 9)
Herrenfeste
Die Feste der großen Ereignisse im Leben des Herrn: sieben große und sieben kleine. (Kap. 9; Anhang „Feste und Fasten“)
homoousios
Siehe wesensgleich.
Hoos
Die vier biblischen Lobgesänge des Mitternachtslobpreises. (Kap. 9)
Hypodiakon (Subdiakon)
Die dritte der fünf Diakonatsstufen, eine vorbereitende Dienststufe; in unseren Gemeinden heißt er Epidiakon. (Kap. 9)
Hypostase (Person)
Jede der drei Personen der Heiligen Dreifaltigkeit – der Vater ungezeugt, der Sohn gezeugt, der Heilige Geist hervorgehend – im einen göttlichen Wesen; sie sind nicht drei Götter und keine Teile eines Gottes. (Kap. 4)

I

Ikonostase
Die Wand mit Ikonen, die das Heiligtum vom Kirchenschiff trennt. (Kap. 9)
Inspiration
„Eingebung“ durch den Heiligen Geist, der die biblischen Schreiber führte und ihnen dabei ihre Freiheit im Ausdruck ließ (vgl. 2. Tim 3:16; 2. Petr 1:21b). (Kap. 2)

J

Jahr der Märtyrer (Anno Martyrum)
Die koptische Jahreszählung ab 284 n. Chr., dem Jahr, in dem Kaiser Diokletian die Herrschaft antrat. (Kap. 1, 9)
Jünger
Siehe Apostel.
Jüngerschaft
Die Nachfolge Christi als Lernen und Leben mit ihm, auch unter der Führung eines geistlichen Vaters; mit ihr beginnt jeder Dienst. (Kap. 7, 10)

K

Kandil
Siehe Gebet der Lampe.
Kanon
Das verbindliche Verzeichnis der Bücher der Heiligen Schrift („Richtschnur“): sechsundvierzig im Alten und siebenundzwanzig im Neuen Testament. (Kap. 2)
Karwoche (Pascha)
Die Woche vor dem Auferstehungsfest, von Montag bis zum Lichtsamstag; Lazarussamstag und Palmsonntag gehen ihr als Einleitung voraus. In den Paschagebeten gelten eigene Stundengebete; am Lichtsamstag werden wieder Teile der Agpeya gebetet. (Kap. 9)
Katameros
Das Buch der Schriftlesungen für die Weihrauchgottesdienste und die Göttliche Liturgie, geordnet nach dem Kirchenjahr. (Kap. 2, 8)
Katholikon
Die zweite Lesung der Göttlichen Liturgie, aus den katholischen Briefen. (Kap. 2, 8)
katholisch (allumfassend)
Griechisches Wort für das Kennzeichen der Kirche, das das deutsche Glaubensbekenntnis „universal“ nennt: Sie umfasst alle Völker, Sprachen und Kulturen und die Heiligen bei Gott. Das Wort ist kein Name einer Konfession. (Kap. 4)
Katholische Briefe
Die sieben Briefe des Jakobus, Petrus, Johannes und Judas; „katholisch“ bedeutet „allumfassend, allgemein“. (Kap. 2, 8)
Kirchenschiff
Der Raum der Kirche, in dem die Gemeinde steht. (Kap. 9)
Kniebeugungsgebet
Das Gebet, das die Kirche am Pfingstfest betet, dem fünfzigsten Tag der Heiligen Fünfzig Tage. (Kap. 9)
koinobitisch
Von griechisch „gemeinsames Leben“: Mönche leben in einem Kloster unter einem Vater und nach gemeinsamer Ordnung, wie es der heilige Pachomius begründet hat. (Kap. 1)
Kopten
Die Christen der Kirche Ägyptens, die der heilige Markus gegründet hat. (Kap. 1)
Krankensalbung
Das Sakrament der Heilung an Seele und Leib durch Gebet und Salbung mit Öl (vgl. Jak 5:14⁠–⁠15), für jeden Kranken, nicht nur für Sterbende. (Kap. 7)
Kreuzzeichen
Geste des Glaubens: Die Hand an der Stirn weist auf den Vater, nach unten auf die Menschwerdung des Sohnes, von der linken zur rechten Schulter auf den Heiligen Geist; dazu: „Ein Gott. Amen.“ (Kap. 9)
Krönung
Der Ritus der Trauung: Der Priester betet über den Kronen und setzt sie dem Brautpaar auf. (Kap. 7)
Kyrillus-Liturgie
Die seltener gefeierte dritte Liturgie; der heilige Kyrill von Alexandrien hat für sie die ältere Markusliturgie bearbeitet. (Kap. 8)

L

Lamm
Das Brot, das der Priester aus den dargebrachten Broten auswählt; es wird zum Leib Christi, des Lammes Gottes (vgl. Joh 1:29). (Kap. 8)
Lebensspender
Name des Heiligen Geistes, den das Glaubensbekenntnis „den lebensspendenden Herrn“ nennt: Er schenkt allem Geschaffenen das Leben und uns das Leben der Gnade. (Kap. 4)
Lichtsamstag
Der Samstag der Karwoche; an ihm erklingt unter anderem Psalm 151.4 (Kap. 2, 9)
Litaneien
Bittgebete der Liturgie. Nach dem Evangelium und der Predigt, vor dem Glaubensbekenntnis, betet die Kirche die drei großen Litaneien: für den Frieden der Kirche, für die Väter der Kirche und für die Versammlung der Gläubigen. (Kap. 8)
Liturgie der Gläubigen
Der Teil der Liturgie nach Evangelium und Predigt: Litaneien, Glaubensbekenntnis, Versöhnungsgebet, Friedenskuss und Anaphora. (Kap. 8)
Liturgie der Katechumenen
Der Teil der Liturgie mit den Lesungen und der Predigt (Liturgie des Wortes); Katechumenen waren in der frühen Kirche die Taufbewerber. (Kap. 8)
Logos
Griechisch „Wort“: der ewige Sohn Gottes, durch den alles geschaffen ist und der Fleisch geworden ist (vgl. Joh 1:14a). (Kap. 4, 5, 6)

M

Menschwerdung
Der Sohn Gottes nahm durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria einen Leib mit einer vernünftigen Seele an und wurde Mensch, ohne aufzuhören, Gott zu sein. (Kap. 4)
Metanie (Mehrzahl Metanien)
Eine Niederwerfung, bis die Stirn den Boden berührt; mit ihr beten wir Gott an und bitten um Vergebung. (Kap. 9)
Metropolit
Ein Bischof; der Titel bezeichnet einen Rang, keine eigene Weihestufe. (Kap. 9)
miaphysitisch
Bezeichnung für den Glauben der orientalisch-orthodoxen Kirchen, die mit dem heiligen Kyrill die eine Natur des fleischgewordenen Wortes Gottes aus zwei Naturen bekennen (griechisch mia physis, „eine Natur“); diese Einheit besteht ohne Vermischung, ohne Verwandlung, ohne Teilung und ohne Trennung. Sie sind nicht „monophysitisch“, denn auch sie lehnen Eutyches ab. (Kap. 1, 6)
Mitternachtslobpreis (Tasbeha)
Der nächtliche Lobgottesdienst der Kirche mit den Lobgesängen der Psalmodie (vgl. Ps 119:62; LXX 118). (Kap. 9)
Mönch
Wer um Christi willen Besitz und Familie verlässt, um in Gebet, Fasten und Arbeit ganz für Gott zu leben. (Kap. 1)
Myron
Das heilige, wohlriechende Salböl, das der Papst gemeinsam mit den Bischöfen in einer mehrtägigen Liturgie weiht; jede Gemeinde erhält es aus dieser Weihe. (Kap. 7)
Myronsalbung
Das Sakrament gleich nach der Taufe: die Salbung mit dem heiligen Myron. In der Myronsalbung empfangen wir den Heiligen Geist, damit er in uns Wohnung nimmt. (Kap. 7)
Mysterium
Siehe Sakrament.

N

Nachgehen
Der Diener fragt nach, wenn ein Kind mehrere Wochen nicht kommt: mit einem Anruf bei den Eltern oder einem Hausbesuch. (Kap. 10)
Nähe und Distanz
Das richtige Maß im Umgang mit Kindern und Jugendlichen: so viel Zuwendung, dass sie sich angenommen fühlen, und so viel Abstand, dass ihre Grenzen, ihre Würde und ihr Wille immer geachtet bleiben. Der Diener begegnet jedem Kind mit Respekt, achtet auf seine Worte und vermeidet unangemessene Berührungen. (Kap. 10)
Natur
In der Lehre über Christus (griechisch physis): „Aus zwei Naturen“ meint die vollkommene Gottheit und die vollkommene Menschheit; beide sind in Christus ganz da. „Eine Natur des fleischgewordenen Wortes Gottes“ meint ihre untrennbar geeinte Wirklichkeit, so wie Leib und Seele die eine Natur des Menschen bilden, nicht eine Verschmelzung zu einem einzigen Wesen. Siehe Formel des heiligen Kyrill. (Kap. 6)
Nayrouz
Das koptische Neujahr und Fest der Märtyrer am 1. Tut, je nach Jahr am 11. oder 12. September. (Kap. 1, 9)
Neues Testament
Der zweite Teil der Bibel mit siebenundzwanzig Büchern; in ihm erfüllt sich Gottes Verheißung in Christus. (Kap. 2)
Nizäno-Konstantinopolitanum
Siehe Glaubensbekenntnis.

O

ökumenisches Konzil
Eine Versammlung der Hirten und Lehrer der ganzen Kirche, die eine Glaubensfrage prüft. Unsere Kirche erkennt drei an: Nizäa (325), Konstantinopel (381) und Ephesus (431). (Kap. 6)
orientalisch-orthodoxe Kirchen
Die koptische, die syrische, die armenische, die äthiopische, die eritreische und die indische Kirche, die miaphysitisch glauben und Chalcedon nicht annehmen.5 (Kap. 1, 6)

P

Pantokrator
„Der Allmächtige“, der Herrscher über alles; seine Herrschaft steht im Einklang mit seiner Liebe und hebt die Freiheit des Menschen nicht auf. (Kap. 4)
Papst von Alexandrien
Titel des Nachfolgers des heiligen Markus: „Papst von Alexandrien und Patriarch des Stuhls des heiligen Markus“; heute Papst Tawadros II. (seit 2012), der 118. Papst. Der Papst ist ein Bischof, keine eigene Weihestufe. (Kap. 1, 9)
Paramoun
Ein bis drei Vorbereitungstage mit strengem Fasten vor Weihnachten und vor der Theophanie; an Samstag und Sonntag entfällt die Enthaltsamkeitszeit. (Kap. 9; Anhang „Feste und Fasten“)
Pascha
Siehe Karwoche.
Paulus (Lesung)
Die erste Lesung der Göttlichen Liturgie, aus einem der vierzehn Paulusbriefe. (Kap. 2, 8)
Paulusbriefe
Die vierzehn Briefe des heiligen Paulus; die koptische Kirche zählt den Hebräerbrief dazu. (Kap. 2)
Pentateuch
Die fünf Bücher des Gesetzes, auch die fünf Bücher Mose genannt: Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronomium. (Kap. 2; Anhang „Die Bücher der Bibel“)
Praxis (Lesung)
Die dritte Lesung der Göttlichen Liturgie, aus der Apostelgeschichte; „Praxis“ heißt Taten. (Kap. 2, 8)
Presbyter
Siehe Priester.
Priester (Presbyter)
Eine der drei Weihestufen: vom Bischof geweiht; er feiert die Sakramente, lehrt und begleitet die Gemeinde als Vater. (Kap. 9)
Propheten
Die achtzehn prophetischen Bücher des Alten Testaments von Jesaja bis Maleachi. (Kap. 2; Anhang „Die Bücher der Bibel“)
Prophetisches Buch
In der Einteilung des Neuen Testaments die Offenbarung des Johannes. (Kap. 2)
Psalm 151
Ein Psalm der Septuaginta, den die koptische Kirche zum Psalter zählt und am Lichtsamstag singt; in der Einheitsübersetzung steht er nicht.6 (Kap. 2)
Psalmodie
Das Hymnenbuch der Kirche mit den Lobgesängen des Mitternachtslobpreises: Hoos, Theotokien und Doxologien. Im Monat Kiyahk singt die Kirche eigene Lobpreisungen, die Kiyahk-Psalmodie. (Kap. 9)

R

Rangstufe
Ein Rang innerhalb einer Weihestufe: Papst, Metropolit und Generalbischof sind Bischöfe, der Hegumenos ist ein Priester. (Kap. 9)
Reue
Der Schmerz des Herzens über die Sünde. Sie führt zur Umkehr und zur Beichte. (Kap. 7)

S

Sakrament (Mysterium)
Eine heilige Handlung der Kirche, in der Gott durch das Gebet und durch sichtbare Zeichen die unsichtbare Gnade des Heiligen Geistes schenkt; in allen Sakramenten wirkt Christus selbst. Die Kirche kennt sieben Sakramente. Die Sakramente spenden Bischof und Priester; die Weihe im Sakrament des Priestertums spendet nur der Bischof.7 (Kap. 7)
Sakrament der Buße und Beichte
Das Sakrament, in dem der Getaufte seine Sünden vor Gott in Gegenwart des Priesters bekennt und durch das Absolutionsgebet Vergebung empfängt (vgl. Joh 20:21⁠–⁠23); man empfängt es immer wieder. (Kap. 4, 7)
Sakrament der heiligen Ehe
In ihm vereint Christus Mann und Frau zu einem Fleisch; die Ehe bildet die Liebe zwischen Christus und seiner Kirche ab (vgl. Eph 5:31⁠–⁠32). (Kap. 7)
Sakrament des Priestertums
In ihm werden Bischöfe, Priester und Diakone durch Handauflegung und Gebet geweiht. Priester und Diakone weiht ein Bischof; bei einer Bischofsweihe legen zwei oder drei Bischöfe die Hände auf. (Kap. 7, 9)
Sanctus
Der Lobgesang der Engel „Heilig, heilig, heilig …“ in der Anaphora (vgl. Jes 6:3). (Kap. 8)
Schleiergebet
Das Gebet der Mönche nach der zwölften Stunde und vor dem Mitternachtsgebet; es gehört zur Agpeya. (Kap. 9; Anhang „Gebetszeiten“)
Schutzformeln
Die vier Worte, mit denen die Kirche die Einheit von Gottheit und Menschheit in Christus beschreibt: ohne Vermischung, ohne Verwandlung, ohne Teilung, ohne Trennung. „Ohne Vermischung, ohne Verwandlung“ wehrt die Lehre des Eutyches ab, „ohne Teilung, ohne Trennung“ die Lehre des Nestorius. Die gemeinsame Erklärung der orthodoxen Kirchen von 1989 nennt sie gemeinsame Tradition. (Kap. 6)
Septuaginta (LXX)
Die griechische Übersetzung des Alten Testaments, die Bibel der Apostel und Väter; nach ihr zählen Agpeya und Liturgie die Psalmen. Dieses Buch gibt ihre Nummer ergänzend an: „Ps 51:12 (LXX 50)“, innerhalb einer Klammer „(Ps 51:12; LXX 50)“. (Kap. 2)
Sketis
Die Mönchswüste im Wadi El-Natrun (arabisch Schihit), wo der heilige Makarius der Große Vater der Mönche wurde. (Kap. 1)
Sonntagsschule
Die kirchliche Unterweisung der Kinder und Jugendlichen im Glauben; die Sonntagsschulbewegung rief der heilige Erzdiakon Habib Girgis ins Leben. (Kap. 1, 10)
Sühne
Christus hat sich für uns als makelloses Opfer hingegeben; Gott hat „seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt“ (1. Joh 4:10b). Sühne und Heilung gehören zusammen: Christus hat auch unsere Natur vom Tod und von der Verderbnis geheilt. (Kap. 5)
Symbolon
Griechischer Name des Glaubensbekenntnisses („Erkennungszeichen“). (Kap. 4)
Synaxarium
Das Buch der Heiligengedenktage mit den Lebensbeschreibungen der Heiligen. In der Liturgie wird daraus nach der Lesung aus der Apostelgeschichte vom Heiligen des Tages gelesen, außer in der Karwoche und in der Zeit vom Auferstehungsfest bis zur Himmelfahrt. (Kap. 1, 2, 3, 8)

T

Tasbeha
Siehe Mitternachtslobpreis.
Taufe
Das erste Sakrament: Der Täufling wird dreimal im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit in das Wasser eingetaucht. In der Taufe empfangen wir die Wiedergeburt und die Vergebung der Sünden; sie wird nur einmal gespendet. Die Taufe spendet der Priester oder der Bischof. (Kap. 4, 5, 7)
Theologische Schule von Alexandrien
Die Lehrstätte der Kirche von Alexandrien (Katechetenschule), nach der Überlieferung vom heiligen Markus gegründet. (Kap. 1)
Theophanie
Das Fest der Taufe des Herrn am 11. Tubeh / 19. Jänner, eines der großen Herrenfeste. (Kap. 9; Anhang „Feste und Fasten“)
Theotokie (Mehrzahl Theotokien)
Ein Lobgesang auf die Gottesgebärerin aus der Psalmodie, etwa im Mitternachtslobpreis. (Kap. 5, 9)
Theotokos
Siehe Gottesgebärerin.
Tomus Leos
Das Lehrschreiben Leos von Rom aus dem Jahr 449 über zwei Naturen Christi nach der Einigung; das Konzil von Chalcedon nahm es an. (Kap. 1, 6)
Trishagion
Der Gesang „Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Lebendiger, Unsterblicher, … erbarme Dich unser“8 in der Liturgie vor Psalm und Evangelium. (Kap. 8)

U

Überlieferung
Das Weitergeben des Glaubens von Generation zu Generation; durch sie hat die Kirche auch die Heilige Schrift empfangen. Echte Überlieferung widerspricht der Schrift nie. (Kap. 2)
Umkehr (Buße)
Umkehr oder Buße bedeutet, aus Liebe zu Gott zurückzukehren, von dem die Sünde trennt. (Kap. 7)
universal
Siehe katholisch (allumfassend).

V

Verderbnis
Der Zustand der menschlichen Natur nach dem Fall: dem Tod verfallen und aus eigener Kraft nicht fähig, Gottes Gebot zu halten. (Kap. 5)
Verehrung
Die Ehre, die wir den Heiligen und den Ikonen erweisen, etwa durch einen Kuss oder Weihrauch; sie ist keine Anbetung. (Kap. 9)
Verschwiegenheit
Was Kinder dem Diener anvertrauen, bleibt vertraulich. Die Verschwiegenheit hat aber eine Grenze, den Schutz des Kindes: Ist ein Kind in Not, spricht der Diener mit dem Priester; bei akuter Gefahr ruft er sofort selbst den Notruf. (Kap. 10)
Versöhnungsgebet
Das Gebet in der Liturgie der Gläubigen vor der Anaphora; ihm folgt der Friedenskuss. (Kap. 8)
Verwandlung
Brot und Wein werden in der Liturgie wirklich Leib und Blut Christi; das wirkt nicht der Mensch, sondern Christus selbst durch seinen Heiligen Geist. (Kap. 7, 8)

W

Weihestufe
Bischof, Priester und Diakon, die drei Stufen des Sakraments des Priestertums: Die Bischöfe sind Hirten, die Priester Lehrer, die Diakone Diener. (Kap. 9)
Weisheitsbücher
Die sechs Bücher Ijob, Sprichwörter, Kohelet, Hohelied, Weisheit und Jesus Sirach; mit dem Psalter bilden sie in der Einheitsübersetzung eine Gruppe von sieben Büchern. (Kap. 2; Anhang „Die Bücher der Bibel“)
Wesen
Das eine göttliche Sein von Vater, Sohn und Heiligem Geist: Gott ist ein Wesen in drei Hypostasen. (Kap. 4)
wesensgleich (homoousios)
Der Sohn hat dasselbe eine göttliche Wesen wie der Vater, nicht ein ähnliches oder geschaffenes (griechisch homoousios); im Glaubensbekenntnis heißt es: „eines Wesens mit dem Vater“. So bekannte es das Konzil von Nizäa (325) gegen Arius. (Kap. 4, 6)
Wort Gottes
Siehe Heilige Schrift; als Name des Sohnes Gottes siehe Logos.

Anmerkungen

  1. Die göttlichen Liturgien, S. 237.↑

  2. Die göttlichen Liturgien, S. 92.↑

  3. Vgl. Die göttlichen Liturgien, S. 250.↑

  4. Psalm 151 der Septuaginta, in der koptischen Kirche am Lichtsamstag gesungen (‚Anok pe pikouji‘); nicht in der Einheitsübersetzung. Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 2, Fr. 1069; Der Ritus des Heiligen Pascha in der koptischen Kirche, Samstag der Freude.↑

  5. Vgl. Synaxarium, 8. Baramhat, Die Entschlafung von Papst Schenuda III., S. 334.↑

  6. Psalm 151 der Septuaginta, in der koptischen Kirche am Lichtsamstag gesungen (‚Anok pe pikouji‘); nicht in der Einheitsübersetzung. Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 2, Fr. 1069; Der Ritus des Heiligen Pascha in der koptischen Kirche, Samstag der Freude.↑

  7. Vgl. Euchologion, S. 1220.↑

  8. Die göttlichen Liturgien, S. 157.↑

Inhalt