Kapitel 8
Die Göttliche Liturgie – Aufbau und Lesungen
Was am Sonntagmorgen in der Kirche geschieht
12 Min. Lesezeit
In diesem Kapitel
- Du kannst die drei Liturgien der koptischen Kirche nennen und sagen, an wen sich die Gregorius-Liturgie richtet.
- Du kannst die Hauptteile der Göttlichen Liturgie in der richtigen Reihenfolge beschreiben.
- Du kannst die Lesungen der Liturgie mit ihren Namen nennen und sagen, woraus sie genommen sind.
- Du kannst erklären, wie du dich auf die heilige Kommunion vorbereitest und wie du dich in der Kirche verhältst.
Inhalt
Jeden Sonntag feiert die Kirche die Göttliche Liturgie. Du kennst ihre Melodien und Antworten seit deiner Kindheit. Vielleicht weißt du aber nicht genau, warum ein Teil auf den anderen folgt und woher die Lesungen kommen. Wer die Liturgie versteht, betet sie bewusster mit und kann sie den Kindern erklären.
Die Göttliche Liturgie ist der eucharistische Gottesdienst der Kirche. In ihr hört die Gemeinde das Wort Gottes, die Kirche bringt das unblutige Opfer dar, und die Gläubigen empfangen den Leib und das Blut Christi in der heiligen Kommunion.
Wort und Brot
Am Abend des Auferstehungstages ging der Herr mit zwei Jüngern nach Emmaus. Unterwegs erklärte er ihnen die Schrift. Dann setzte er sich mit ihnen zu Tisch: „Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn“ (Lk 24:30–31a). Später sagten sie: „Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?“ (Lk 24:32). Sie erzählten, „wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach“ (Lk 24:35b).
So ist auch die Liturgie aufgebaut: Zuerst spricht Christus durch die Lesungen zu uns, dann schenkt er sich uns im Brot des Lebens. Der Katechismus von Abuna Tadros Y. Malaty gliedert die Liturgie in drei Teile: die Darbringung des Lammes, die Liturgie der Katechumenen (der Taufbewerber) und die Liturgie der Gläubigen.1
Drei Liturgien – ein Opfer
Die koptische Kirche feiert die Eucharistie heute in drei Formen:2
| Liturgie | Wann | Besonderheit |
|---|---|---|
| Basilius-Liturgie | gewöhnlich, an den meisten Tagen | die am häufigsten gefeierte Liturgie |
| Gregorius-Liturgie | oft an Festtagen | ihre Gebete richten sich an den Sohn |
| Kyrillus-Liturgie | seltener | der heilige Kyrill von Alexandrien hat die ältere Markusliturgie bearbeitet |
Bei der Gregorius-Liturgie lohnt ein genauer Blick: Der Katechismus sagt, ihre Gebete richten sich „an die Hypostase des Sohnes“3, also an die Person des Sohnes. Der Priester spricht darum im Hochgebet (der Anaphora, siehe unten) Christus selbst an.
Über den heiligen Basilius den Großen sagt das Synaxarium: „Er ist es, der die Basilius-Liturgie verfasste, die unsere koptische Kirche verwendet.“4 Ganz gleich, welche Liturgie gefeiert wird: Es ist immer dasselbe eine Opfer Christi. „Es gibt nicht mehrere Opfer …; vielmehr bringen wir jeden Tag dasselbe Opfer dar.“5
Der Aufbau der Liturgie
Vor der Liturgie bereitet der Priester den Altar. Priester und Diakone legen ihre weißen Gewänder an; darin gleichen sie den Engeln, die vor Gott stehen. Mit der Gemeinde beten sie die vorgesehenen Gebetszeiten der Agpeya, des Stundengebetbuchs der Kirche.6 Dann beginnt die Liturgie. Die letzten vier Zeilen der Übersicht gehören gemeinsam zur Liturgie der Gläubigen, dem dritten Hauptteil.
| Teil | Was geschieht |
|---|---|
| Darbringung des Lammes | Auswahl des Lammes, Prozession um den Altar, Danksagungsgebet, Absolution |
| Liturgie der Katechumenen | Lesungen: Paulus, Katholikon, Praxis, Synaxarium; Trishagion („Heiliger Gott …“); Psalm und Evangelium; Predigt |
| Liturgie der Gläubigen | drei große Litaneien (Bittgebete), Glaubensbekenntnis, Versöhnungsgebet und Friedenskuss |
| Anaphora | Sanctus (Lobgesang „Heilig, heilig, heilig“), Einsetzungsworte, Anamnese, Epiklese, Fürbitten und Gedächtnis der Heiligen |
| Brotteilung und Kommunion | Brotteilungsgebet, Vaterunser, Absolution, „Das Heilige den Heiligen“, Bekenntnis, Kommunion mit Psalm 150 |
| Abschluss | Segen und Entlassung |
Die Darbringung des Lammes
Aus den dargebrachten Broten wählt der Priester eines aus. Es heißt Lamm, denn es wird zum Leib Christi, des Lammes Gottes, „das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (Joh 1:29b). Der Priester zeichnet mit Wein das Kreuz darauf und segnet es im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit.7 Mit Brot und Wein bringt die Kirche durch Christus ihr ganzes Leben dar. Darum heißt dieser Teil Darbringung des Lammes.
Die Liturgie der Katechumenen
Katechumenen waren in der frühen Kirche die Taufbewerber. Sie durften die Lesungen und die Predigt mithören, bevor sie getauft waren. Dieser Teil heißt darum Liturgie der Katechumenen oder Liturgie des Wortes. Auch wer getauft ist, bleibt darauf angewiesen, „das Wort immer wieder zu hören“.8
Die Liturgie der Gläubigen
Nach dem Evangelium und der Predigt beginnt die Liturgie der Gläubigen. Die Kirche betet die großen Litaneien: für den Frieden der Kirche, für die Väter der Kirche und für die Versammlung der Gläubigen. Dann bekennt die ganze Gemeinde ihren Glauben mit dem Glaubensbekenntnis.9
Es folgt das Versöhnungsgebet. Danach ruft der Diakon: „Küsst einander mit einem heiligen Kuß“, und alle tauschen den Friedenskuss aus.10 Mit diesem Kuss bekräftigen alle, dass sie eine Familie sein wollen. Gaben auf den Altar bringen kann nur, wer sich zuvor mit seinen Brüdern und Schwestern versöhnt hat.11
Die Anaphora
Nun beginnt das große Hochgebet, die Anaphora. Das Wort bedeutet „Emporheben“, denn in der Feier der Eucharistie wird die Kirche zum Himmel emporgehoben.12 Die Gemeinde stimmt in den Lobgesang der Engel ein: „Heilig, heilig, heilig …“ (vgl. Jes 6:3). Dann spricht der Priester die Einsetzungsworte: die Worte, mit denen der Herr beim letzten Abendmahl Brot und Kelch seinen Leib und sein Blut nannte. Die Gemeinde antwortet mit dem Bekenntnis ihres Glaubens: „Wir glauben, bekennen und verherrlichen.“13
In der Anamnese gedenkt die Kirche des ganzen Heilswerks Christi – seines Todes, seiner Auferstehung, seiner Himmelfahrt und seiner Wiederkunft. Paulus schreibt: „… sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“ (1. Kor 11:26). In der Epiklese ruft der Priester den Heiligen Geist auf die Gaben herab, damit Brot und Wein wahrhaft Leib und Blut Christi werden. Der Katechismus betont: Nicht der Mensch verwandelt die Gaben, sondern Christus selbst.14
Danach betet die Kirche für alle: für die Kirche, die Kranken, die Opfergaben und die Entschlafenen. Sie gedenkt der Gottesgebärerin (Theotokos) und aller Heiligen.15
Brotteilung und Kommunion
Der Priester bricht den Leib des Herrn und spricht dabei das Brotteilungsgebet, das nach dem Kirchenjahr wechselt. Die Gemeinde betet das Vaterunser. Nach den Absolutionsgebeten ruft der Priester: „Das Heilige den Heiligen.“ Die Gemeinde antwortet: „Einer ist der Heilige Vater. Einer ist der Heilige Sohn. Einer ist der Heilige Geist. Amen.“16 Niemand ist aus sich selbst heilig. Gott allein ist heilig, und er heiligt uns.
Dann spricht der Priester das Bekenntnis vor der Kommunion. Er bekennt, „dass dies der lebensspendende Leib ist“, den der Sohn Gottes von der Gottesgebärerin Maria angenommen hat: „Er machte ihn eins mit seiner Gottheit ohne Vermischung, ohne Verquickung und ohne Veränderung.“17 Während der Kommunion singt die Kirche Psalm 150.18 Am Ende segnet der Priester die Gemeinde und entlässt sie mit dem Frieden des Herrn. Dann verteilt er das gesegnete Brot, die Eulogie.19 Sie wird nicht als Leib Christi empfangen.
Papst Gabriel II. und das Bekenntnis. Das Synaxarium erzählt von Papst Gabriel II., dem 70. Patriarchen († 1145). Nach seiner Weihe feierte er die Göttliche Liturgie im Kloster des heiligen Makarius in der Sketis. Am Ende fügte er dem Bekenntnis die Worte hinzu, dass der Sohn den Leib „eins mit seiner Gottheit“ machte. Auf Bitten der Mönchsväter kamen die drei Worte gegen jede Vermischung dazu, damit niemand in die Irrlehre des Eutyches falle. Derselbe Papst ordnete an, die Lesungen und Predigten auch auf Arabisch vorzutragen, „damit das Volk die Lesungen und Predigten verstehen könne“.20 Die Liturgie soll verstanden werden. Darum werden Psalm und Evangelium bis heute nach dem Koptischen auch in der Sprache des Landes gelesen.21
Die Lesungen der Liturgie
Der Katameros
Der Katameros ist das Buch der Schriftlesungen für die Weihrauchgottesdienste und die Göttliche Liturgie. Er ordnet die Lesungen nach dem Kirchenjahr.
Die Lesungen sind also nicht frei gewählt: Die Kirche hat sie für jeden Tag geordnet. So hört die Gemeinde im Lauf des Jahres die ganze Heilsgeschichte.
Die Reihenfolge der Lesungen
Die gewöhnliche Lesungsfolge umfasst fünf Lesungen und einen Psalm.22 Das Synaxarium wird fast immer gelesen. In der Karwoche entfällt es, weil die Kirche in dieser Woche allein das Leiden des Herrn betrachtet; von Montag bis Mittwoch und am Karfreitag wird keine Liturgie gefeiert, und in der Liturgie des Gründonnerstags entfallen das Synaxarium und das Gedenken der Heiligen. Vom Auferstehungsfest bis zur Himmelfahrt tritt an seine Stelle die Auferstehungsprozession.23 Die Namen der Lesungen sind feste Bezeichnungen der Kirche:
| Lesung | Woraus | Hinweis |
|---|---|---|
| Paulus | aus einem der vierzehn Briefe des heiligen Paulus | der Hebräerbrief zählt dazu |
| Katholikon | aus den katholischen Briefen: Jakobus, Petrus, Johannes, Judas | „katholisch“ heißt allgemein: diese Briefe richten sich an die ganze Kirche |
| Praxis | aus der Apostelgeschichte | „Praxis“ heißt Taten: die Taten der Apostel |
| Synaxarium | aus dem Synaxarium, dem Buch der Heiligen | das Leben des Heiligen des Tages |
| Psalm und Evangelium | aus den Psalmen und einem der vier Evangelien | vorher das Trishagion und das Gebet vor dem Evangelium |
Nach der Praxis und dem Synaxarium singt die Gemeinde das Trishagion: „Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Lebendiger, Unsterblicher, … erbarme Dich unser.“24 Es folgt das Gebet vor dem Evangelium. Der Psalm wird angekündigt als Wort „unseres Lehrers David, des Propheten und Königs“.25 Vor dem Evangelium ruft der Diakon: „Steht auf in Ehrfurcht vor Gott, um das hl. Evangelium zu hören.“26 Darum steht die ganze Gemeinde, wenn das Evangelium gelesen wird. Das Evangelium liest der Priester oder der Diakon. Danach hält der Bischof oder der Priester die Predigt.27
Die Reihenfolge führt vom Apostel Paulus über die anderen Apostel und ihre Taten zu den Heiligen der Kirche. Sie zeigt: Das Wort Gottes, das die Apostel verkündet haben, lebt in den Heiligen weiter, bis heute. Papst Tawadros II. erklärt, dass Bischöfe nach der Lesung der Apostelgeschichte geweiht werden; darin wird die Fortsetzung des Dienstes der Apostel sichtbar.28
Die Lesungen im Abend- und Morgenweihrauch
Schon am Vorabend und am Morgen vor der Liturgie hört die Gemeinde Gottes Wort. In der Emporhebung des Abend- und Morgenweihrauchs werden ein Psalm und ein Evangelium gelesen.29 In den Fastenzeiten und an manchen Festen kommen Lesungen aus den Propheten hinzu, zum Beispiel aus dem Katameros der Großen Fastenzeit. So bereitet das Wort Gottes die Gemeinde auf die Eucharistie vor.
Priester, Diakon und Volk
In der Liturgie beten alle mit. Der Priester betet die Gebete der Liturgie im Namen aller und bringt das Opfer dar. Der Diakon ruft die Gemeinde zum Gebet, liest Lesungen und hilft am Altar. Die Gemeinde antwortet, singt und betet. Papst Tawadros II. erinnert daran, dass ein Priester oder Bischof die Liturgie nach guter Überlieferung nicht allein feiert: Mindestens drei sind anwesend: einer, der die Diener vertritt, einer, der das Volk vertritt, und der Priester oder Bischof, der die Liturgie feiert.30
In den überlieferten Kanones des Basilius heißt es: „Nach den Psalmen soll die Gemeinde mit aller Kraft antworten. Wenn jemand körperlich krank ist und sich nicht beteiligen kann, trifft ihn kein Vorwurf. Wenn er aber die Kraft hat, am Gottesdienst teilzunehmen, und schweigt, so macht allein er sich des Segens unwürdig.“31
Einige Antworten des Volkes kennst du sicher: „Amen“, „Und mit deinem Geiste“, „Herr, erbarme dich“ (Kyrie eleison) und „Wir glauben“. Jedes „Amen“ ist ein kleines Glaubensbekenntnis: Ja, so ist es.
Vorbereitung auf die Kommunion
Die heilige Kommunion ist das größte Geschenk der Liturgie. Paulus mahnt: „Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken“ (1. Kor 11:28). Zur Vorbereitung gehören:
- Umkehr und Beichte. Der Gläubige soll „sein Gewissen vor Gott prüfen und es durch Umkehr reinigen“.32 Papst Schenouda III. nennt Demut und Zerknirschung des Herzens, also tiefe Reue, die erste Vorbereitung.33 Wie die Beichte zur Kommunion führt, hast du in Kapitel 7 („Die sieben Sakramente – Beichte ausführlich“) gelesen.
- Versöhnung. „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder …“ (Mt 5:23–24).34
- Fasten. Die Ordnung der Kirche lautet: „Neun Stunden vor der Kommunion ist völlige Enthaltsamkeit geboten; wenn die Liturgie am Morgen gefeiert wird, muss man ab 12 Uhr mitternachts fasten.“35 Was bei Krankheit gilt, besprichst du mit deinem Beichtvater.
- Freude statt Angst. Wer sich nicht würdig fühlt, soll nicht wegbleiben. Der Katechismus sagt: Die Vorbereitung auf die Kommunion besteht „einfach darin, sich unwürdig zu fühlen und aufrichtig durch Umkehr und Gebet um das Wirken der Gnade Gottes zu bitten“.36 Die Eucharistie ist eine Arznei für Kranke, nicht ein Lohn für Gesunde.37
Der Herr verheißt: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm“ (Joh 6:56).
Verhalten in der Kirche
„Ich freute mich, als man mir sagte: ‚Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.‘“ (Ps 122:1; LXX 121). Papst Tawadros II. schreibt: „Es muss dir bewusst sein, dass du Christus persönlich begegnen wirst, wenn du in die Kirche kommst.“38 Daraus folgen einfache Regeln:39
- Komm rechtzeitig und bleib bis zum Ende der Liturgie.
- Sei still und konzentriert; die Kirche ist kein Ort für Gespräche.
- Beweg dich ruhig und achte auf angemessene Kleidung.
- Steh beim Evangelium und bei den wichtigen Gebeten aufmerksam.
- Sing und antworte mit, statt nur zuzuhören.
- Schalte das Handy vor der Kirche stumm und lass es in der Tasche.
Der Katechismus beschreibt, wie man innerlich mitfeiern kann: Bei den Lesungen hörst du Christus selbst sprechen. Bei den Einsetzungsworten bist du gleichsam im Obergemach, dem Saal des letzten Abendmahls. Beim Empfang der Kommunion streckt Christus selbst seine Hände aus, um dir seinen Leib und sein Blut zu reichen.40 Das hilft dir, die Liturgie bewusst mitzufeiern.
Die Göttliche Liturgie führt vom Wort zum Brot: Christus spricht zu uns in den Lesungen und schenkt sich uns in der Eucharistie. Wer sich durch Umkehr, Versöhnung und Fasten vorbereitet, empfängt ihn mit Freude.
- Welcher Teil der Liturgie berührt dich am meisten? Warum?
- Wie bereitest du dich am Samstag auf die Liturgie am Sonntag vor?
- Welche Antwort des Volkes könntest du mit Kindern – in deiner Klasse oder in der Familie – einüben, damit sie bewusst mitbeten?
Das Wichtigste in Kürze
- Die koptische Kirche feiert drei Liturgien: die Basilius-Liturgie (gewöhnlich), die Gregorius-Liturgie (ihre Gebete richten sich an den Sohn) und die Kyrillus-Liturgie.
- Die Liturgie hat drei Hauptteile: die Darbringung des Lammes, die Liturgie der Katechumenen mit den Lesungen und die Liturgie der Gläubigen mit der Anaphora.
- Die Anaphora umfasst die Einsetzungsworte, die Anamnese und die Epiklese, in der der Heilige Geist auf die Gaben herabgerufen wird.
- Die Lesungen der Liturgie heißen Paulus, Katholikon, Praxis und Synaxarium; dann folgen Psalm und Evangelium. Das Synaxarium entfällt nur in der Karwoche und vom Auferstehungsfest bis zur Himmelfahrt. Das Lesungsbuch heißt Katameros.
- Im Abend- und Morgenweihrauch werden ein Psalm und ein Evangelium gelesen.
- Priester, Diakon und Volk beten die Liturgie gemeinsam; die Gemeinde antwortet und singt mit.
- Zur Vorbereitung auf die Kommunion gehören Selbstprüfung und Beichte, Versöhnung und Fasten.
Im Kurs vertieft
- Thema 7 („Ritus und Gotteshaus“): Sinn der Riten, Kirchenraum, Altar und der Weihrauch mit seinen Gebeten.
- Thema 28 („Die Eucharistie und die Göttliche Liturgie“): die Lehre von der Eucharistie und die Gebete der Liturgie im Einzelnen.
- Thema 29 („Karwoche, Auferstehungsfest und die Heiligen Fünfzig Tage“): die besonderen Gottesdienste dieser Zeit.
Anmerkungen
Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 792.↑
Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 791.↑
Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 791.↑
Synaxarium, 6. Tubeh, Entschlafung des heiligen Basilius des Großen, des Erzbischofs von Cäsarea in Kappadokien, S. 229–230.↑
Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 769.↑
Vgl. Die sieben Sakramente, S. 72–74.↑
Vgl. Die sieben Sakramente, S. 75; Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 792.↑
Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 792.↑
Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 795; Die göttlichen Liturgien, S. 168–178.↑
Vgl. Die göttlichen Liturgien, S. 179–182.↑
Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 796.↑
Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 792, Anmerkung 1549.↑
Die göttlichen Liturgien, S. 357 (Kyrillus-Liturgie).↑
Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 780.↑
Vgl. Die göttlichen Liturgien, S. 203–222.↑
Die göttlichen Liturgien, S. 233–234.↑
Die göttlichen Liturgien, S. 236–237.↑
Vgl. Die göttlichen Liturgien, S. 242; Die sieben Sakramente, S. 96.↑
Vgl. Die göttlichen Liturgien, S. 249–250.↑
Synaxarium, 10. Baramuda, Die Entschlafung des heiligen Papstes Gabriel II., S. 387–388.↑
Vgl. Euchologion, S. 344.↑
Vgl. Die sieben Sakramente, S. 78–80.↑
Vgl. Die göttlichen Liturgien, S. VI.↑
Die göttlichen Liturgien, S. 157.↑
Die göttlichen Liturgien, S. 162.↑
Die göttlichen Liturgien, S. 161.↑
Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 793–794.↑
Vgl. Papst Tawadros II., Die Kirche ist meine Mutter, S. 13.↑
Vgl. Die göttlichen Liturgien, S. 99–103.↑
Vgl. Papst Tawadros II., Die Kirche ist meine Mutter, S. 22.↑
Nach Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 801.↑
Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 771.↑
Vgl. Papst Schenouda III., Die Geistlichen Mittel, Kap. 8 „Heilige Kommunion“.↑
Vgl. Papst Schenouda III., Die Geistlichen Mittel, Kap. 8.↑
Die sieben Sakramente, S. 97.↑
Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 767.↑
Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 805.↑
Papst Tawadros II., Die Kirche ist meine Mutter, S. 31.↑
Vgl. ebd., S. 30–31; Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 773 und 798.↑
Vgl. Abuna Tadros Y. Malaty, Katechismus, Bd. 1, Fr. 773.↑